Google Docs & Spreadsheets

Nachdem Google im März 2006 Writely gekauft hat und mit dem eigenen Spreadsheets unter einen Titel, „Google Docs & Spreadsheets“ (im Deutschen „Google Text & Tabellen“), gepackt hat, hoffte man auf Office-Tools ähnlich bekannter Desktopvarianten.
Eine Verbindung von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation als Webanwendung wurde von vielen begrüßt, aber wie gelungen sind die beiden Tools? Machen sie Microsofts Office tatsächlich Konkurrenz?

Was kann Google Docs & Spreadsheets

Mit Dokumenten können Sie Folgendes tun:

  • Word-, OpenOffice-, RTF-, HTML- oder Textdokumente hochladen (oder neue Dokumente erstellen).
  • Mit unserem einfachen WYSIWYG-Editor Dokumente formatieren, die Rechtschreibung prüfen usw.
  • Andere Personen (über deren E-Mail-Adresse) zum Bearbeiten oder Lesen Ihrer Dokumente und Tabellen einladen.
  • Dokumente mit ausgewählten Personen online bearbeiten.
  • Überarbeitungsprotokoll eines Dokuments ansehen und die gewünschte Version wiederherstellen.
  • Dokumente und Tabellen online veröffentlichen –
    weltweit, als Webseiten oder als Dokumente in Ihrem Blog.
  • Dokumente in den Formaten Word, RTF, PDF, HTML oder als ZIP-Datei auf Ihren Desktop herunterladen.

Mit Tabellen können Sie Folgendes tun:

  • In den Formaten .xls, .csv und .ods importieren oder exportieren (zusätzlich kann in die Formate .pdf und .html exportiert werden).
  • Intuitiv bearbeiten und navigieren, wie in bekannten Tabellenkalkulations- oder Textverarbeitungsanwendungen.
  • Formatierungs- und Formelfunktionen in Tabellen verwenden. Mit diesen Funktionen lassen sich Ergebnisse berechnen und die Daten im gewünschten Look präsentieren.
  • In Echtzeit mit anderen chatten, die Ihre Tabelle bearbeiten.

Es gibt diesen Google-Service seit dem 7. Februar nicht nur in englischer Sprache – allerdings funktionierte die Rechtschreibprüfung auf Grund eines internen Fehlers nicht.

Hilfreich sind aber auch Funktionen wie Versionierung und die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten. In Selbstversuch haben André und ich beide Tools benutzt und sind überrascht wie einfach die Handhabung ist.
Wir haben neue Dokumente angelegt, sie nacheinander bearbeitet und sogar gleichzeit versucht, Änderungen vorzunehmen – das Ergebnis? Es klappte! Beide Änderungen waren im finalen Dokument enthalten.

Mehr oder weniger? Was halten die Office-Programme dagegen?


Ein riesiger Vorteil der Online-Anwendungen: Man muss nichts installieren oder updaten und nutzt das Angebot kostenfrei (oder bei der neuen „Premier Edition“ für 50 Dollar/Jahr, siehe netzeitung). Und somit auch für Unternehmen interessant.

Ganz klare Vorteile sind:

  • sekundengenaues Speichern von Änderungen, gemeinsames Bearbeiten und Nachvollziehbarkeit mittels Versionierung
  • der Service ist kostenlos
  • Export in verschiedene Formate
  • Zugriff von überall auf der Welt
  • einfache Einbindung anderer Google-Diensten

Wer wirklich einmal versucht hat, Word Dokumente gemeinsam mit anderen zu bearbeiten, der kennt den Ärger rund um übergangene Änderungen oder gar gelöschte Dateien. Viele Köche verderben den Brei. Gut das der Chefkoch Goolge mit prüfendem Blick durch die Küche patroulliert.

Nachteil: Alle Daten werden immer bei Google gespeichert und können von überall betrachtet werden. Theoretisch also auch von Unbefugten. Und was macht man bei nicht zuzammen gebrochenem Netz oder immer noch vorhandenen Modem-Verbindungen? Man ist also auf die Internetverbindung angewiesen.

Zusäzlich reicht der Funktionsumfang nciht an den von Word oder Excel heran, komplexe Strukturen kann man mit dem Online-Angebot nciht umsetzen. Einfache Formeln und sogar Diagramme sind aber möglich.

Fazit

„Google Docs & Spreadsheets“ ist nicht nur für Privatanwender sondern auch für Unternehmen eine lohnenswerte und preisgünstige Alternative zum Microsofts Office. Gäbe es Open-Source-Anwendungen wie Open Office/StarOffice nicht, erledigten sicher schon mehr Menschen ihren Büroalltag ausschließlich mit dem Browser.
Ob tatsächlich Google der Gewinner eines Vergleiches aller Online-Anwendungen wäre, ist offen. Als Global Player und Anbieter eines riesigen Diensteprogramms sind die Leute aus Mountain View, California ganz vorn mit dabei. Erweiterungen in Richtung Powerpoint-Alternativen oder kostenpflichtige Dienste inkl. E-Mail-Konto etc. werden Anwendern aber sicherlich die Entscheidung erleichtern.

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